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Bei Mauritius denkt man sofort an weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und luxuriöse Hotels. Genau diese Bilder hatte ich auch im Kopf, bevor wir im März auf die Insel geflogen sind. Was ich allerdings nicht erwartet hatte war, wie unglaublich grün und abwechslungsreich Mauritius tatsächlich ist.
Zwischen tropischen Wäldern, beeindruckenden Wasserfällen, kleinen Küstenorten und Bergen gibt es so viel zu entdecken, dass wir unsere ursprünglich geplanten drei Mietwagentage am liebsten direkt verlängert hätten. Gleichzeitig haben wir wunderschöne Strände, lilafarbene Sonnenuntergänge und eine Gastfreundschaft erlebt, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Wir verbrachten insgesamt zehn Nächte auf Mauritius, davon sieben in einem kleinen Boutique Hotel im Norden und drei in einem All-inclusive-Hotel an der Westküste.
In diesem Mauritius Reisebericht nehme ich dich mit auf unsere Reise und erzähle dir, was uns besonders gefallen hat, wie wir unseren Urlaub organisiert haben und was ich beim nächsten Mal definitiv anders machen würde.
Ist Mauritius wirklich so schön wie auf den Bildern?

Ich hatte Mauritius vor der Reise hauptsächlich als klassisches Flitterwochenziel wahrgenommen. Große Hotelanlagen, Palmen am Strand und ein paar entspannte Tage am Pool. Dass es dort schöne Strände gibt, war mir natürlich klar. Überrascht hat mich aber, wie viel die Insel abseits der Küste zu bieten hat.
Vor allem die Landschaft fand ich beeindruckend. Mauritius ist unglaublich grün. Teilweise fährt man durch dicht bewachsene Gegenden, sieht Berge am Horizont und steht kurze Zeit später wieder am Meer. Gerade dieser Kontrast hat uns sehr gut gefallen.
Auch die Menschen haben einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir uns so wohlgefühlt haben. Wir wurden an vielen Stellen freundlich empfangen, bekamen hilfreiche Tipps und hatten immer wieder nette Begegnungen.
Dabei fühlte sich die Insel für uns keineswegs wie ein Ort an, an dem man ausschließlich innerhalb einer Hotelanlage bleiben sollte. Ganz im Gegenteil. Wir waren viel selbstständig unterwegs und hatten dabei fast durchgehend ein gutes Gefühl.
Rückblickend würde ich sogar sagen, dass man Mauritius ein Stück weit verpasst, wenn man die ganze Zeit nur am Strand liegt. Natürlich kann man dort einen wunderbaren Badeurlaub verbringen. Wer aber gerne Ausflüge macht, wandert oder auf eigene Faust unterwegs ist, bekommt deutlich mehr geboten.
Anreise nach Mauritius
Unsere Reise begann am Flughafen Dresden. Von dort flogen wir zunächst nach Frankfurt und anschließend ohne weiteren Zwischenstopp nach Mauritius.
Gebucht hatten wir die Flüge über Lufthansa beziehungsweise Eurowings Discover. In dem Falle war die Kombination mit Umstieg deutlich günstiger als der Direktflug ab Frankfurt. Hier muss man immer individuell schauen, welche Verbindungen am praktischsten sind.
Hier kannst du deine gewünschte Flugverbindung prüfen:
Nach dem langen Flug wollten wir am Flughafen möglichst wenig organisieren müssen. Deshalb hatten wir bereits vor der Reise einen Transfer zu unserem ersten Hotel gebucht. Für uns war das auch deshalb sinnvoll, weil wir den Mietwagen nicht für den gesamten Aufenthalt gebucht hatten.
Sieben Nächte im Norden: Pointe aux Biches

Für unsere ersten sieben Nächte hatten wir uns für das Voile Bleue Boutique Hotel in Pointe aux Biches im Nordwesten von Mauritius entschieden. Dort hatten wir ein Zimmer mit Terrasse und diesem traumhaften Ausblick.
Das Hotel war eine der schönsten Überraschungen unserer Reise. Es ist eine kleine Unterkunft direkt am Meer, ohne die typische Massenabfertigung einer großen Ferienanlage. Während unseres Aufenthalts war wenig los, wodurch alles angenehm ruhig und entspannt war.
Besonders schön war der Infinity Pool mit Blick aufs Meer. Man konnte dort wunderbar Zeit verbringen.
Was mir aber noch besser gefallen hat, war das Frühstück. Statt eines riesigen Buffets gab es ein wirklich hervorragendes Frühstück à la carte. Auch abends konnte man optional im Hotel essen.
Dazu kam das freundliche Personal. Die Mitarbeiter waren sehr zuvorkommend und gaben uns immer wieder Tipps. Es fühlte sich deutlich persönlicher an als in manch größerem Urlaubshotel.
Auch für unsere Ausflüge war die Unterkunft praktisch. Den Mietwagen konnten wir dort problemlos parken, und nach einem langen Tag unterwegs konnten wir wieder in die ruhige Atmosphäre zurückkehren.
Wer vor allem Ruhe sucht, gerne individuell unterwegs ist und nicht jeden Tag an ein Hotelbuffet gebunden sein möchte, sollte sich diese Art von Hotels auf Mauritius unbedingt näher anschauen.
Drei Tage mit dem Mietwagen
Für drei Tage hatten wir uns auf Mauritius einen Mietwagen genommen, um möglichst viel von der Insel zu sehen. Und hier kommt direkt meine wichtigste Erkenntnis: Beim nächsten Mal würde ich den Mietwagen definitiv länger buchen.
Die drei Tage waren zwar sehr abwechslungsreich und wir haben einiges erlebt, aber Mauritius bietet einfach zu viele interessante Orte, um alles in kurzer Zeit unterzubringen.
Vor unserer Reise hatte ich etwas Respekt vor dem Linksverkehr. Tatsächlich kamen wir damit aber gut zurecht. Die Straßen waren überwiegend in gutem Zustand, der Verkehr erschien uns meistens überschaubar und auch mit dem Parken hatten wir keine größeren Probleme.
Eine Ausnahme gab es allerdings bei unserer Fahrt durch die Gegend des Black River Gorges Nationalparks. Dort erwischte uns enorm starker Regen. Bei schlechter Sicht, nassen Straßen und gleichzeitigem Linksverkehr wurde das Autofahren dann doch ziemlich herausfordernd.
Abgesehen davon empfanden wir das Autofahren als entspannt. Für uns war der Mietwagen eine gute Möglichkeit, die Insel unabhängig von geführten Touren kennenzulernen. Je nach Möglichkeit würde ich ein Automatikgetriebe empfehlen, damit du dich auch wirklich auf de Linksverkehr konzentrieren kannst.
Tag 1: Chamarel und die Berge im Südwesten

Am ersten Tag ging es in Richtung Südwesten zur berühmten Siebenfarbigen Erde von Chamarel.
Die Landschaft dort ist noch einmal ganz anders als an der Küste. Schon die Fahrt durch die grünen Gegenden war ein Erlebnis. Zwischen Bergen, dichter Vegetation und immer neuen Ausblicken zeigt Mauritius eine Seite, die auf klassischen Strandfotos häufig zu kurz kommt.
Die Siebenfarbige Erde gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten der Insel. Dort liegen verschiedenfarbige Erdschichten nebeneinander, wodurch ein ungewöhnliches Farbspiel entsteht.
Wir verbanden unseren Besuch mit den Wasserfällen und der Umgebung des Black River Gorges Nationalparks. Für mich war dieser Teil der Insel besonders beeindruckend, weil die Natur teilweise fast unwirklich grün wirkte

Allerdings war das auch der Tag, an dem wir vom heftigen Regen überrascht wurden.
Gerade bei einer Reise im März würde ich Ausflüge in diese Region etwas flexibel planen. Es kann sich lohnen, die Wettervorhersage im Blick zu behalten und nicht jeden einzelnen Tag schon lange im Voraus komplett festzulegen.
Tag 2: Wanderung auf den Le Pouce und Port Louis

Am zweiten Tag wollten wir Mauritius von oben sehen und entschieden uns für eine Wanderung auf den Le Pouce.
Der Berg liegt in der Nähe der Hauptstadt Port Louis und bietet wunderschöne Ausblicke auf die Umgebung. Was ich allerdings völlig unterschätzt hatte, war die Hitze.

Wir waren im März unterwegs und beim Wandern wurde es unglaublich heiß. Auch wenn die Tour auf den ersten Blick machbar wirkt, kann die tropische Wärme den Aufstieg deutlich anstrengender machen.
Mein wichtigster Tipp für den Le Pouce: Starte möglichst früh am Morgen. Ich würde außerdem ausreichend Wasser, einen guten Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung und feste Schuhe mitnehmen. Die Aussicht war trotzdem wunderschön und für uns die Mühe wert.

Nach der Wanderung fuhren wir weiter nach Port Louis. Dort wollten wir einfach etwas von der Stadt mitbekommen. Wir schlenderten durch die Straßen und aßen anschließend am Hafen zu Mittag.
Tag 3: Ein ganzer Tag im Casela Nature Parks

Am dritten Tag stand der Casela Nature Parks auf dem Programm. Nach Natur und Wandern wollten wir diesmal einen Tag mit etwas mehr Action verbringen.
Wir machten eine Safari, bei der wir unter anderem Zebras, Strauße und Giraffen sahen. Danach ging es zur Sommerrodelbahn, die uns vor allem wegen ihrer wunderschönen Aussicht in Erinnerung geblieben ist.
Anschließend haben wir uns noch für den Parcour der sieben Ziplines entschieden. Das hat richtig viel Spaß gemacht und war auch Landschaftlich sehenswert.
Dazu kamen die seltenen Riesenschildkröten, die wir im Park sehen konnten. Die gibt es nur auf den Inseln im indischen Ozean zu sehen (auf Sansibar gab es auch jede Menge davon) und sie waren ursprünglich mal ein Geschenk der Seychellen.
Für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt, einen ganzen Tag dafür einzuplanen. Belies dich am besten im Voraus, welche Angebote zur Verfügung stehen und buche dir gegebenenfalls auch schon die Zeitslots.
Tag 4: Ausflug zur Île aux Cerfs

Ein weiteres Highlight unserer Mauritius Reise war der Tagesausflug zur Île aux Cerfs. Die kleine Insel vor der Ostküste von Mauritius ist bekannt für ihre hellen Strände und das türkisblaue Wasser.
Auf unserer Bootstour mit dem Catamaran machten wir zunächst noch einen Abstecher zu den Wasserfällen am Grand River South East und sahen dort auch Affen. Danach ging es weiter zur Île aux Cerfs.

Dort haben wir es entspannt angehen lassen. Wir genossen den endlos weißen Sandstrand, verbrachten Zeit am Wasser und spazierten ein wenig über die Insel.
Wenn du bei deinem Mauritius Urlaub nicht nur im Hotel bleiben möchtest, kannst du diesen Tagesausflug guten Gewissens einplanen. Viele Touren bieten auch direkt einen Hoteltransfer mit an, so dass du keinen Mietwagen benötigst.
Tag 5: Trou aux Biches

An dem Tag spazierten wir von unserem Hotel aus zum beliebten Strand von Trou aux Biches. Hier gab es einige Bootfahrer, die spontane Touren zum Schnorcheln mit Schildkröten anboten.
Wir zögerten nicht lang und waren nur ungefähr fünf oder sechs Personen an Bord, wodurch sich die Fahrt sehr entspannt anfühlte.
Wir fuhren parallel zur Küste entlang und hatten vom Wasser aus einen wunderschönen Blick auf die Strände und die Landschaft. Der Kapitän lockte ein paar Schildkröten an und wir konnten tatsächlich mit ihnen schwimmen.

Wichtiger Hinweis für deine eigene Reiseplanung: Bei der späteren Recherche zu diesem Beitrag habe ich erfahren, dass Mauritius das Schwimmen und Füttern von Meeresschildkröten untersagt. Ich würde heute keine Schildkröten Schnorcheltour buchen, wobei ich auch damals darauf geachtet habe, dass der Ausflug in einer kleinen Gruppe stattfindet.
Am Strand gab es natürlich auch die obligatorische frische Kokosnuss. Die kann ich geschmacklich nur empfehlen, allerdings hatten wir durchaus das Gefühl, dafür einen ordentlichen Touristenpreis bezahlt zu haben.
Mauritius im März: Erfahrungen mit Wetter, Hitze und Mücken

Bei der Planung einer Reise nach Mauritius spielt die Reisezeit natürlich eine große Rolle. Wir waren im März 2023 dort und haben während unserer zehn Tage sehr unterschiedliche Wetterbedingungen erlebt.
Der März gehört auf Mauritius noch zum warmen und feuchten Sommer. Gleichzeitig zählen Februar und März im Durchschnitt zu den niederschlagsreichsten Monaten. Wir hatten viele schöne, sonnige Tage und konnten ausgiebig Zeit am Strand verbringen.
Die Temperaturen waren recht warm. Beim Baden war das natürlich wunderbar, beim Wandern auf den Le Pouce dagegen ziemlich anstrengend. Gerade bei sportlichen Aktivitäten würde ich die Hitze nicht unterschätzen und möglichst früh starten.
Aber auch Regen gehörte zu unserer Reise. Besonders stark erwischte er uns während der Autofahrt im Black River Gorges Nationalpark. Unser letzter Urlaubstag fiel dann sogar komplett ins Wasser. Es regnete praktisch den ganzen Tag. In Summe war es aber in Ordnung.
Was mich fast noch mehr beschäftigt hat als der Regen, waren die Mücken. Die hatten wir wirklich gefühlt überall. Und zwar nicht nur abends, sondern auch bei Ausflügen und Aufenthalten in grünen Gegenden.
Würde ich trotzdem wieder im März nach Mauritius reisen? Grundsätzlich ja. Wir hatten eine wunderschöne Zeit und wer dem Deutschen Winter entfliehen will, muss die Regenzeit in Kauf nehmen.
Wenn dir möglichst trockenes Wetter besonders wichtig ist, würde ich vor der Buchung auch andere Reisemonate vergleichen.
Wie teuer ist Mauritius?

Vor unserer Reise hatte ich Mauritius eher als teures Urlaubsziel eingeschätzt. Gerade wenn man sich die großen Resorts und luxuriösen Strandhotels anschaut, entsteht schnell dieser Eindruck.
Umso mehr hat es mich überrascht, dass wir die Preise vor Ort häufig als wirklich günstig empfunden haben. Vor allem außerhalb der großen Hotelanlagen kamen wir mit unserem Budget gut zurecht. Auswärts essen und sich selbstständig bewegen war für uns keineswegs so teuer, wie ich es vorher erwartet hatte.
Natürlich hängt das stark davon ab, wie man reist. Wer jeden Tag organisierte Ausflüge bucht und ausschließlich in gehobenen Resorts übernachtet, wird deutlich mehr ausgeben als jemand, der kleinere Unterkünfte wählt und auch lokale Restaurants besucht.
Bei manchen touristischen Angeboten sollte man allerdings aufmerksam sein. Gerade am Strand hatten wir gelegentlich den Eindruck, dass für Urlauber deutlich höhere Preise verlangt wurden.
Deshalb würde ich bei spontanen Dienstleistungen, Bootsausflügen oder Strandverkäufen immer vorher den Preis klären.
Insgesamt war mein Eindruck aber positiv: Mauritius ist vor Ort nicht wirklich teuer. Besonders wenn man individuell reist und nicht jeden Tag im Hotel verbringt, lässt sich die Insel auch ohne luxuriöses Budget genießen.
Haben wir uns auf Mauritius sicher gefühlt?

Eine Frage, die vor einer Fernreise häufig auftaucht, ist die nach der Sicherheit. Wir persönlich haben uns auf Mauritius überwiegend sehr wohl und sicher gefühlt. Wir waren mit dem Mietwagen unterwegs, spazierten durch verschiedene Orte und bewegten uns auch außerhalb unserer Hotels ziemlich frei.
Dabei hatten wir nie das Gefühl, ständig besonders vorsichtig sein zu müssen. Es gab allerdings eine Situation, die mir im Kopf geblieben ist.
Wir waren eines Abends zu Fuß in einem Restaurant essen. Auf dem Weg dorthin mussten wir durch einen Park, in dem sich viele streunende Hunde aufhielten. Tagsüber war das für uns kein großes Problem gewesen, aber beim Gedanken daran, nach dem Abendessen im Dunkeln wieder denselben Weg zurückzulaufen, wurde mir doch etwas mulmig.
Im Restaurant sprachen wir deshalb ein britisches Paar an und fragten, ob wir uns vielleicht ein Taxi teilen könnten. Die beiden mussten allerdings in eine ganz andere Richtung.
Die Köchin bekam unser Gespräch mit und organisierte kurzerhand ihren Sohn, der uns kostenlos zurück zum Hotel fuhr. Diese Geschichte beschreibt für mich ziemlich gut, wie wir die Menschen auf Mauritius erlebt haben.
Natürlich bedeutet diese persönliche Erfahrung nicht, dass man überall und jederzeit sorglos unterwegs sein sollte. Gerade nachts würde ich mir vorher überlegen, wie ich zurück zur Unterkunft komme, und abgelegene Wege lieber vermeiden.
Aber insgesamt habe ich Mauritius als ein Reiseziel erlebt, auf dem wir uns auch außerhalb der Hotelanlagen gut bewegen konnten.
Die letzten drei Nächte im Veranda Tamarin Hotel & Spa

Nach sieben Nächten im Voile Bleue wechselten wir für unseren letzten Reiseabschnitt ins Veranda Tamarin Hotel & Spa an der Westküste.
Für diese drei Nächte hatten wir All Inclusive gebucht. Nach unseren vielen Ausflügen wollten wir einfach nochmal richtig zu entspannen, ohne uns um etwas kümmern zu müssen.
Die Anlage war schön gestaltet, lag direkt am Strand und hatte einen wirklich tollen Rooftop Pool. Gerade dieser Bereich hat mir richtig gut gefallen.
Auch das Essen und die Getränke waren gut. Wir konnten die letzten Tage entspannt verbringen und mussten keine großen Unternehmungen mehr planen.
Trotzdem war das Veranda Tamarin für mich persönlich nicht das Highlight unserer Unterkünfte.
Nach dem sehr familiären Voile Bleue wirkte das größere Hotel deutlich mehr nach Massenabfertigung. Das hat auch meine Meinung zu All Inclusive auf Mauritius beeinflusst.
Für unsere Art zu reisen, mit vielen Unternehmungen und spontanen Restaurantbesuchen, würde ich es nicht unbedingt wieder buchen. Die entsprechenden Hotelangebote fand ich vergleichsweise teuer, während wir außerhalb der Resorts häufig günstig essen konnten.
Wer dagegen vor allem entspannen möchte und möglichst wenig organisieren will, kann mit All Inclusive natürlich glücklich werden.
Ich persönlich würde beim nächsten Mal eher wieder ein kleines Hotel mit Frühstück wählen.
Was uns auf Mauritius besonders überrascht hat

Wenn ich an Mauritius zurückdenke, gibt es einige Dinge, mit denen ich vorher überhaupt nicht gerechnet hatte.
An erster Stelle steht die Natur. Ich hätte nicht erwartet, dass die Insel so grün ist und sich die Landschaft innerhalb kurzer Strecken so stark verändert. Gerade die Berge, Wälder und Wasserfälle waren für uns eine wunderschöne Ergänzung zu den Stränden.
Auch die Freundlichkeit der Menschen ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben.
Und dann waren da noch die Sonnenuntergänge. Wir haben auf Mauritius einige wunderschöne Sonnenuntergänge erlebt, bei denen sich der Himmel teilweise fast lila färbte. Das habe ich in dieser Form noch nie erlebt und auch seitdem nie wieder gesehen.
Ein kleiner Insider Tipp: Das Phoenix Cider ist ein lokales alkoholisches Getränk und kann in vielen Kiosken gekauft werden. Uns hat es richtig gut geschmeckt, also probier es bei Gelegenheit gern aus!
Was ich bei einem zweiten Mauritius Urlaub anders machen würde

Obwohl uns unsere Reise wirklich gut gefallen hat, würde ich ein paar Dinge heute anders organisieren.
Den Mietwagen länger buchen
Drei Tage waren für uns einfach zu wenig. Wir hatten zwar ein abwechslungsreiches Programm und konnten viele schöne Orte besuchen, aber die Insel bietet noch deutlich mehr. Mit einem längeren Mietwagenzeitraum hätten wir unsere Ausflüge etwas entspannter verteilen und unterwegs häufiger spontan anhalten können.
Für einen ähnlichen Aufenthalt würde ich deshalb überlegen, den Mietwagen für einen größeren Teil der Reise zu buchen.
Wieder ein kleines Hotel mit Frühstück wählen
Das Voile Bleue hat mir gezeigt, wie schön es sein kann, in einer kleineren Unterkunft mit persönlicher Atmosphäre zu übernachten.
All Inclusive war für unsere letzten drei Nächte zwar praktisch, aber für mich kein Muss. Da Essen außerhalb des Hotels häufig günstig war, würde ich beim nächsten Mal eher wieder eine flexible Verpflegung wählen.
Außerdem geht es in den all inclusive Resorts häufig sehr hektisch und laut zu, dabei kommt Entspannung dann auch zu kurz.
Aktivitäten stärker nach dem Wetter planen
Im März sollte man bei Ausflügen mit Hitze und auch mit kräftigen Regenschauern rechnen.
Eine Wanderung wie die auf den Le Pouce würde ich unbedingt früh am Morgen beginnen. Bei Fahrten in die bergigen Regionen wäre ich mit Blick auf mögliche Starkregenfälle etwas flexibler.
Auf den Le Morne haben wir es aufgrund des fehlenden Mietwagens und des regnerischen Wetters leider auch nicht geschafft. Das wäre beim nächsten Mal definitiv auf meiner To Do Liste!
Reichen 10 Tage für Mauritius?
Nach unserer Reise würde ich sagen: Zehn Tage sind eine gute Dauer, um Mauritius kennenzulernen und eine Mischung aus Strandurlaub und Ausflügen zu erleben.
Allerdings haben wir auch gemerkt, wie viel die Insel noch zu bieten hat. Gerade weil wir nur drei Tage mit dem Mietwagen unterwegs waren, blieb natürlich einiges offen. Wer möglichst viele Gegenden erkunden oder größere Wanderungen unternehmen möchte, kann problemlos länger bleiben.
Ich würde für einen ersten Mauritius Urlaub deshalb ungefähr zehn bis vierzehn Tage einplanen, wenn es die Zeit erlaubt. Das ist für mich ein schöner Zeitraum, um nicht jede freie Stunde komplett verplanen zu müssen.
Wer dagegen hauptsächlich Strandurlaub machen möchte, kann selbstverständlich auch mit einer kürzeren Reise glücklich werden. Bei der langen Anreise aus Deutschland würde ich persönlich aber lieber etwas länger bleiben.
Würde ich noch einmal nach Mauritius reisen?
Ja, auf jeden Fall.
Mauritius hat mir nicht nur wegen seiner Strände gefallen, sondern vor allem wegen der unglaublichen Vielfalt.
Innerhalb weniger Tage standen wir an Wasserfällen, wanderten auf einen Berg, fuhren durch tropisch grüne Landschaften, erkundeten Port Louis, erlebten einen aufregenden Tag im Casela Park und verbrachten entspannte Stunden an traumhaften Stränden.
Dazu kamen die vielen netten Begegnungen und die wunderschönen Sonnenuntergänge.
Mein größter Tipp für Mauritius ist deshalb, die Insel nicht nur als All inclusive Reiseziel zu betrachten. Nimm dir Zeit, die grünen Landschaften zu entdecken, fahr auch einmal ins Landesinnere und plane genug Freiraum für spontane Erlebnisse ein.
Denn nach den zehn Nächten war für mich eines klar: Mauritius hat viel mehr zu bieten als nur Palmen und türkisblaues Wasser.
Viel Spaß bei der Urlaubsplanung und bis zum nächsten Mal!


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