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Nizza ist für mich einer der besten Ausgangspunkte, um die Côte d’Azur zu entdecken. Nicht nur, weil die Stadt selbst unglaublich viel zu bieten hat, sondern auch, weil du von hier aus einige der schönsten Orte Südfrankreichs ganz unkompliziert mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kannst.
Ob die bunten Gassen von Menton, der Hafen von Villefranche-sur-Mer, das Fürstentum Monaco oder die Sandstrände von Cannes: viele dieser Orte liegen nur eine kurze Zugfahrt von Nizza entfernt. Und das Beste daran: Du musst dich weder um Parkplätze noch um den chaotischen Verkehr entlang der Küste kümmern.
Ich habe selbst längere Zeit an der Côte d’Azur verbracht und die Region sowohl im Sommer als auch im Winter erlebt.
In diesem Guide zeige ich dir, welche Tagesausflüge ab Nizza sich besonders lohnen, wie du mit Zug und Bus dorthin kommst und welche Orte du problemlos an einem Tag miteinander kombinieren kannst.
Die schönsten Tagesausflüge ab Nizza im Überblick
| Ausflugsziel | Fahrzeit ab Nizza (ca.) | Verkehrsmittel | Besonders schön für |
|---|---|---|---|
| Villefranche-sur-Mer | 7–10 Min. | Zug | Hafen, Altstadt, Strand |
| Monaco | 20–25 Min. | Zug | Sehenswürdigkeiten, Hafen |
| Èze | 15–20 Min. | Zug | Aussicht, Altstadt, Wanderung |
| Menton | 35–40 Min. | Zug | Bunte Häuser, Altstadt, Strand |
| Cannes | 30–40 Min. | Zug | Sandstrand, Promenade, Altstadt |
| Antibes | 15–25 Min. | Zug | Altstadt, Markt, Meer |
| Villa Ephrussi de Rothschild | 30–50 Min. | Bus und Fußweg | Gärten, Architektur |
Die Fahrzeiten sind ungefähre Richtwerte und hängen von Verbindung, Haltestelle und Verkehr ab. Gerade bei Busfahrten solltest du etwas mehr Zeit einplanen.
Villefranche-sur-Mer

Villefranche-sur-Mer gehört für mich zu den schönsten kleinen Orten an der Côte d’Azur. Die bunten Häuser direkt am Wasser, die schmalen Gassen und die geschützte Bucht sorgen dafür, dass man sich hier sofort wie im Urlaub fühlt. Und dabei liegt der Ort nur wenige Minuten von Nizza entfernt.
Besonders schön ist ein Spaziergang entlang des Hafens. Hier reihen sich kleine Restaurants und Cafés aneinander, während auf dem Wasser Segelboote und kleine Fischerboote schaukeln. Von der Uferpromenade aus hast du außerdem einen wunderbaren Blick auf die pastellfarbenen Häuser der Altstadt.
Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, solltest du unbedingt durch die Rue Obscure schlendern. Die teilweise überdachte mittelalterliche Gasse gehört zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten des Ortes.
Auch der Strand ist einen Besuch wert. Die Plage des Marinières liegt direkt unterhalb des Bahnhofs und bietet eine schöne Möglichkeit, ein paar Stunden am Meer zu verbringen. Im Gegensatz zu den typischen Kiesstränden von Nizza findest du hier stellenweise feineren Kies und Sand.
Anreise ab Nizza: Mit dem TER-Regionalzug erreichst du Villefranche-sur-Mer in etwa 7 bis 10 Minuten. Vom Bahnhof sind es nur wenige Gehminuten bis zum Strand und in die Altstadt.
Mein Tipp: Villefranche-sur-Mer eignet sich perfekt für einen entspannten halben Tag. Wenn du noch mehr sehen möchtest, kannst du den Besuch wunderbar mit der Villa Ephrussi de Rothschild auf der Halbinsel Saint-Jean-Cap-Ferrat verbinden.
Monaco: Ein Tagesausflug ins Fürstentum

Monaco ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Ausflugsziele an der Côte d’Azur. Obwohl das Fürstentum gerade einmal wenige Kilometer von Nizza entfernt liegt, fühlt sich ein Besuch hier fast wie eine kleine Reise in eine andere Welt an.
Luxuriöse Yachten, beeindruckende Hochhäuser, Sportwagen und das berühmte Casino prägen das Stadtbild. Gleichzeitig gibt es aber auch überraschend ruhige Ecken, historische Gassen und wunderschöne Aussichtspunkte.
Besonders sehenswert finde ich Monaco-Ville, die historische Altstadt auf dem Felsen Le Rocher. Hier kannst du durch kleine Gassen spazieren, den Fürstenpalast von außen bewundern und den Blick über den Hafen genießen.
Anschließend lohnt sich ein Spaziergang hinunter zum Port Hercule und weiter Richtung Monte-Carlo. Rund um das Casino und das Hôtel de Paris zeigt Monaco seine besonders glamouröse Seite.
Wenn du im Sommer unterwegs bist, kannst du den Tag auch am Larvotto-Strand ausklingen lassen. Der öffentliche Strandabschnitt ist eine schöne Möglichkeit, nach dem Sightseeing noch ins Meer zu springen.

Bei meinem letzten Besuch im August habe ich allerdings wieder gemerkt, wie beliebt Monaco als Tagesausflugsziel ist. Gerade die Züge können in der Hochsaison ziemlich voll werden. Wenn du möglichst entspannt unterwegs sein möchtest, würde ich deshalb früh starten.
Anreise ab Nizza: Der TER-Regionalzug bringt dich in etwa 20 bis 25 Minuten nach Monaco-Monte-Carlo. Vom Bahnhof gelangst du über mehrere Ausgänge, Aufzüge und Rolltreppen in unterschiedliche Stadtteile.
Mein Tipp: Plane für Monaco mindestens fünf bis sechs Stunden ein. Die Stadt wirkt auf der Karte klein, aber durch die vielen Höhenunterschiede und verwinkelten Wege bist du häufig länger unterwegs als gedacht.
Èze: das schönste Bergdorf?

Wenn du mich nach einem der schönsten Orte an der Côte d’Azur fragst, steht Èze ziemlich weit oben auf meiner Liste. Das mittelalterliche Dorf liegt spektakulär auf einem Felsen oberhalb des Mittelmeers und bietet einige der beeindruckendsten Ausblicke der gesamten Region.
Schon der Weg durch die Altstadt ist ein Erlebnis. Schmale Kopfsteinpflastergassen führen zwischen alten Steinhäusern hindurch, kleine Boutiquen verkaufen Kunsthandwerk und an vielen Fassaden wachsen Blumen und Kletterpflanzen.
Das eigentliche Highlight ist für mich allerdings der Jardin Exotique. Der exotische Garten liegt ganz oben im Dorf und beherbergt zahlreiche Kakteen und Sukkulenten. Von hier aus hast du einen fantastischen Panoramablick über die Küste.
Wenn du gerne wanderst, solltest du dir außerdem den Nietzsche-Weg ansehen. Dieser verbindet Èze-sur-Mer unten an der Küste mit Èze Village oben auf dem Berg.

Die Wanderung ist wunderschön, aber nicht zu unterschätzen. Der Weg ist steil, teilweise steinig und besonders im Sommer ziemlich anstrengend. Gerade bei hohen Temperaturen würde ich deshalb eher bergab laufen oder die Wanderung in die kühleren Morgenstunden legen.
Im Winter ist der Nietzsche-Weg dagegen eine besonders schöne Option. Ich habe die Côte d’Azur auch in den kühleren Monaten erlebt und finde gerade solche Wanderungen dann deutlich angenehmer als während der Sommerhitze.
Anreise ab Nizza: Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Èze Village und Èze-sur-Mer. Mit dem Bus gelangst du direkt zum Bergdorf. Der Zug hält dagegen unten an der Küste, von wo aus du entweder wandern oder eine passende Busverbindung nutzen musst.
Mein Tipp: Für Èze Village reichen etwa zwei bis drei Stunden, wenn du hauptsächlich durch die Altstadt schlendern und den Garten besuchen möchtest. Mit dem Nietzsche-Weg solltest du mindestens einen halben Tag einplanen.
Menton: Bunte Häuser und italienisches Flair

Menton liegt direkt an der italienischen Grenze und gehört für mich zu den fotogensten Orten an der gesamten Côte d’Azur. Die pastellfarbenen Häuser, die sich dicht an den Hang schmiegen, sehen besonders vom Strand aus unglaublich schön aus.
Die Stadt wirkt etwas entspannter als Nizza oder Monaco und hat durch ihre Lage bereits einen deutlich italienischen Einfluss. Das merkst du sowohl an der Architektur als auch an den vielen kleinen Restaurants und Cafés.
Mein Lieblingsmotiv ist der Blick von der Plage des Sablettes auf die Altstadt. Von hier aus siehst du die bunten Häuser, die Basilika Saint-Michel und das Mittelmeer in einer einzigen Kulisse.

Anschließend solltest du unbedingt durch die Altstadt spazieren. Die steilen Treppen und verwinkelten Gassen führen immer weiter nach oben und bieten zwischendurch wunderschöne Ausblicke.
Wenn du Lust auf einen längeren Spaziergang hast, lohnt sich auch die Promenade du Soleil. Entlang der Küste kannst du gemütlich am Meer entlanglaufen und die entspannte Atmosphäre genießen.
Menton ist außerdem für seine Zitronen bekannt. Besonders berühmt ist die Fête du Citron, das Zitronenfest, das normalerweise im Februar stattfindet und mit aufwendigen Figuren und Dekorationen aus Zitrusfrüchten begeistert.
Anreise ab Nizza: Mit dem TER-Zug erreichst du Menton in etwa 35 bis 40 Minuten. Vom Bahnhof läufst du ungefähr 15 bis 20 Minuten bis zur Altstadt.
Mein Tipp: Menton eignet sich sowohl für einen halben als auch für einen ganzen Tag. Wenn du nur wenig Zeit hast, kannst du den Ort mit Monaco kombinieren. Ich persönlich würde Menton aber auch genügend Zeit zum entspannten Erkunden geben.
Cannes: Sandstrand, Altstadt und die berühmte Croisette

Cannes ist vor allem für seine Filmfestspiele, luxuriösen Hotels und die berühmte Promenade de la Croisette bekannt. Aber auch abseits des Glamours lohnt sich ein Besuch.
Ein großer Vorteil gegenüber Nizza sind die Sandstrände. Während du in Nizza überwiegend auf Kies liegst, findest du in Cannes mehrere schöne Sandstrandabschnitte, die sich besonders für einen entspannten Badetag eignen.
Bei meinem Besuch im August habe ich den Ausflug deshalb bewusst mit Zeit am Strand verbunden. Neben den exklusiven Beachclubs gibt es auch öffentliche Strandabschnitte, an denen du kostenlos dein Handtuch ausbreiten kannst.
Besonders schön ist ein Spaziergang entlang der Croisette. Auf der einen Seite liegen elegante Hotels und Boutiquen, auf der anderen Seite erstrecken sich die Strände mit ihren Sonnenschirmen und dem türkisblauen Wasser.
Anschließend lohnt sich ein Abstecher in die Altstadt Le Suquet. Der historische Stadtteil liegt auf einem Hügel oberhalb des alten Hafens und bietet einen schönen Kontrast zum glamourösen Cannes. Oben angekommen wirst du mit einem wunderbaren Blick über die Bucht belohnt.

Natürlich kannst du auch das Palais des Festivals besuchen, in dem jedes Jahr die berühmten Filmfestspiele stattfinden.
Anreise ab Nizza: Die Fahrt mit dem TER-Zug dauert je nach Verbindung etwa 30 bis 40 Minuten. Vom Bahnhof Cannes erreichst du die Croisette und die Innenstadt bequem zu Fuß.
Mein Tipp: Cannes eignet sich besonders gut für einen sommerlichen Tagesausflug mit Sightseeing und Strand. Wenn du lieber zwei Orte an einem Tag entdecken möchtest, lässt sich Cannes auch mit Antibes verbinden.
Antibes: Charmante Altstadt direkt am Meer

Antibes liegt zwischen Nizza und Cannes und wird bei der Reiseplanung manchmal etwas übersehen. Dabei ist die Stadt ein wunderbares Ziel, wenn du das typisch südfranzösische Flair erleben möchtest.
Die Altstadt ist geprägt von engen Gassen, kleinen Geschäften und traditionellen Häusern mit bunten Fensterläden. Besonders schön ist es, einfach ohne festen Plan durch die Straßen zu schlendern und zwischendurch in einem Café Halt zu machen.
Ein Highlight ist der Marché Provençal, auf dem du regionale Produkte, Gewürze, Oliven und viele andere Spezialitäten entdecken kannst. Vor allem am Vormittag herrscht hier eine lebendige Atmosphäre.
Sehenswert ist außerdem das Musée Picasso im Château Grimaldi. Das Museum liegt direkt an der alten Stadtmauer und bietet neben den Kunstwerken auch schöne Ausblicke auf das Mittelmeer.

Für einen Spaziergang am Wasser empfehle ich dir die Promenade entlang der Stadtmauer. Von hier aus hast du einen wunderbaren Blick über die Küste und auf die Berge im Hintergrund. In Antibes liegt übrigens der größten Yachthafen Europas, dem kannst du auch einen Besuch abstattem.
Wenn du im Sommer unterwegs bist, kannst du den Besuch außerdem mit einem Bad an einem der kleineren Strände rund um die Altstadt verbinden.
Anreise ab Nizza: Je nach Zugverbindung dauert die Fahrt ungefähr 15 bis 25 Minuten. Vom Bahnhof Antibes sind es rund 10 bis 15 Minuten zu Fuß bis in die Altstadt.
Mein Tipp: Antibes ist ideal für einen entspannten halben Tag. Wenn du ohnehin nach Cannes fahren möchtest, kannst du hier auf dem Hin- oder Rückweg einen Zwischenstopp einlegen.
Villa Ephrussi de Rothschild

Die Villa Ephrussi de Rothschild liegt auf der wunderschönen Halbinsel Saint-Jean-Cap-Ferrat und ist ein ganz besonderes Ausflugsziel ab Nizza.
Die rosafarbene Villa wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für Béatrice Ephrussi de Rothschild erbaut und ist heute vor allem für ihre prachtvollen Gärten bekannt.
Rund um das Gebäude erstrecken sich mehrere unterschiedlich gestaltete Gartenbereiche, darunter ein französischer Garten, ein japanischer Garten und ein Rosengarten. Besonders beeindruckend ist die Lage zwischen zwei Buchten, sodass du von verschiedenen Stellen aus auf das Mittelmeer blicken kannst.

Auch die Innenräume der Villa können besichtigt werden und geben einen Einblick in die elegante Wohnkultur der Belle Époque.
Für mich ist die Villa ein schönes Ausflugsziel, wenn du zwischendurch etwas anderes erleben möchtest als Strände und Altstädte.
Anreise ab Nizza: Du erreichst die Villa mit dem Bus Richtung Saint-Jean-Cap-Ferrat und einem anschließenden Fußweg. Je nach Verbindung solltest du etwa 30 bis 50 Minuten einplanen. Alternativ kannst du mit dem Zug bis Beaulieu-sur-Mer fahren und von dort weiterlaufen.
Mein Tipp: Verbinde den Besuch mit Villefranche-sur-Mer. So kannst du am Vormittag die Gärten erkunden und den Nachmittag am Hafen oder Strand verbringen.
Welche Tagesausflüge ab Nizza lassen sich miteinander kombinieren?

Wenn du nur wenige Tage an der Côte d’Azur verbringst, musst du nicht zwangsläufig für jeden Ort einen ganzen Tag einplanen. Einige Ausflugsziele liegen so nah beieinander, dass du sie wunderbar kombinieren kannst.
Monaco + Menton sind perfekt für einen abwechslungsreichen Tag zwischen Sightseeing, Hafenblick und bunten Altstadtgassen. Starte früh in Monaco und verbringe den Nachmittag in Menton.
Antibes + Cannes: Erkunde am Vormittag die Altstadt und den Markt von Antibes. Anschließend fährst du weiter nach Cannes und genießt den Nachmittag an der Croisette oder am Sandstrand.
Villefranche-sur-Mer + Villa Ephrussi de Rothschild ist eine meiner liebsten Kombinationen für einen entspannten Tag. Zuerst die Gärten und die Villa besichtigen, anschließend durch Villefranche schlendern und am Meer sitzen.
Èze Village + Èze-sur-Mer ist besonders schön für alle, die gerne wandern. Besuche zuerst das Bergdorf und den Jardin Exotique und laufe anschließend über den Nietzsche-Weg hinunter zum Meer.
So bewegst du dich an der Côte d’Azur ohne Mietwagen fort

Für die meisten Tagesausflüge ab Nizza ist der Zug die unkomplizierteste Wahl. Die Regionalzüge der TER Provence-Alpes-Côte d’Azur verbinden zahlreiche Küstenorte miteinander und verkehren auf vielen Strecken regelmäßig.
Besonders praktisch ist die Bahnstrecke zwischen Cannes, Antibes, Nizza, Monaco und Menton. Die Bahnhöfe liegen häufig zentral, sodass du viele Sehenswürdigkeiten anschließend zu Fuß erreichen kannst.
Für höher gelegene Orte wie Èze Village oder Ausflugsziele auf Saint-Jean-Cap-Ferrat ist dagegen der Bus oft die bessere Wahl.
Der wichtigste Bahnhof für viele Ausflüge ist Nice-Ville. Von hier aus erreichst du beispielsweise Antibes, Cannes, Monaco und Menton ohne Umsteigen.
Einige Züge halten außerdem an Nice-Riquier, was besonders praktisch sein kann, wenn deine Unterkunft im östlichen Teil von Nizza liegt.
Für Touristen ist der Côte d’Azur Pass für 3 / 7 / 14 Tage interessant, mit dem kannst du in der gesamten Region Bus und Bahn fahren und ersparst dir somit auch das Schlange stehen am Automaten.
Tagesausflüge ab Nizza im Winter

Ich habe die Côte d’Azur sowohl im Sommer als auch in den Wintermonaten erlebt und finde, dass die Region gerade außerhalb der Hauptsaison einen ganz besonderen Charme hat.
Während es im Sommer an beliebten Orten wie Monaco oder Èze ziemlich voll werden kann, ist die Atmosphäre im Winter häufig deutlich entspannter. Die Altstädte sind ruhiger, an Aussichtspunkten hast du mehr Platz und du kannst viele Sehenswürdigkeiten ohne die große Sommerhitze erkunden.
Besonders schön finde ich, dass es selbst im Dezember und Januar sonnige Tage geben kann, an denen du bei milden Temperaturen draußen sitzen kannst. Bei meinen Aufenthalten habe ich sogar Wintertage mit ungefähr 18 Grad erlebt.
Natürlich ist das kein Badewetter. Für Spaziergänge, Stadtbesichtigungen und Wanderungen ist das Klima aber oft sehr angenehm.
Für einen Winterurlaub würde ich insbesondere Èze, Menton, Monaco und Antibes empfehlen. Cannes und Villefranche-sur-Mer sind ebenfalls schön, allerdings entfällt für viele Reisende der klassische Strandtag.
Wenn du mehr über meine Erfahrungen in der Nebensaison erfahren möchtest, findest du in meinem Beitrag Côte d’Azur im Winter – lohnt sich das? weitere Tipps.
Meine Tipps für die Planung deiner Tagesausflüge

Auch wenn du an der Côte d’Azur ohne Auto sehr flexibel bist, gibt es ein paar Dinge, die ich bei der Reiseplanung beachten würde.
Starte bei beliebten Ausflugszielen möglichst früh. Besonders Monaco, Èze und Menton sind im Sommer gut besucht. Morgens sind die Gassen häufig noch etwas ruhiger und auch die Temperaturen angenehmer.
Plane nicht zu viele Orte an einem Tag ein. Zwar liegen viele Städte nur wenige Zugminuten auseinander, trotzdem möchtest du wahrscheinlich auch Zeit für einen Kaffee, einen Spaziergang oder einen Strandbesuch haben. Zwei Orte pro Tag sind für mich meistens ein guter Kompromiss.
Unterschätze die Entfernungen zu Fuß nicht. Besonders Monaco und Èze haben einige Höhenunterschiede. Bequeme Schuhe sind hier deutlich sinnvoller als Sandalen, in denen du nur kurze Strecken laufen kannst.
Prüfe die Rückfahrt rechtzeitig. Gerade bei Busverbindungen oder Ausflügen am Abend solltest du dich nicht darauf verlassen, dass jederzeit eine passende Verbindung zurück nach Nizza fährt.
Passe deine Ausflüge dem Wetter an. An heißen Sommertagen würde ich eher einen Küstenort mit Strand wählen. Für Wanderungen oder längere Stadtspaziergänge eignen sich kühlere Tage deutlich besser.
Fazit
Wenn du die Côte d’Azur erkunden möchtest, brauchst du meiner Meinung nach nicht unbedingt einen Mietwagen. Ganz im Gegenteil: Gerade entlang der Küste ist das Reisen mit dem Zug häufig unkomplizierter.
Wenn du eine Woche in Nizza verbringst, würde ich dir empfehlen, mindestens zwei oder drei Tage für Ausflüge einzuplanen. So kannst du nicht nur die Stadt selbst entdecken, sondern bekommst auch einen viel besseren Eindruck davon, wie abwechslungsreich die französische Riviera tatsächlich ist.
Wie du eine komplette Woche ohne Mietwagen gestalten kannst, zeige ich dir in meinem ausführlichen Reisebericht: 7 Tage Nizza – meine Route entlang der Côte d’Azur
Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Reise planen und bis zum nächsten Mal!


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